Fordern die Globalisierung und die künstliche Intelligenz in Form von Robotern uns auf, die Arbeitswelt anzupassen?

 

  • Wie bringen Sie kurzfristige Aufgaben und Projekte in Einklang mit Ihrer Routine?
  • Wie gehen Sie mit dem Gefühl der konstanten Überlastung und Prioritätensetzung um?
  • Was ist wichtig: Projekt oder Linienaufgaben? Kann ich es jedem recht machen?
  • Was ist jetzt wichtiger: das Projekt oder Aufgaben aus meiner Arbeitsplatzbeschreibung

Das in den meisten Firmen vorherrschende Verständnis von Abreißkultur wird maßgeblich vom Verhalten in einer Linienorganisation beherrscht. Die Projekte haben sich als Zusatz in den letzten 20 Jahren etabliert und wurden lange Zeit neben der „täglichen Arbeit“ mitbetrieben und „oben drauf“ gesetzt. Die Skills der Mitarbeiter, die Strukturen und die Anweisungen wurden nachgezogen und in einigen Organisationen wurden sogar definierte Teile der Arbeitszeit für Projekte reserviert. Die weiter vorherrschende Arbeitskultur ist häufig vom Prinzip „tun und getan“, Planbarkeit und dem Glauben, zu wissen, was wichtig und unwichtig ist, geprägt.

Im Verhalten müssen wir nur beobachten, wie wir mit Zeiteinteilung, Zielen, usw. umgehen.

  • Verhalten wir uns so, als wären die nächsten Wochen planbar?
  • Tragen wir dabei einer dynamischen Arbeitswelt, die zunehmend mit Automatisierung und künstlicher Intelligenz angereichert wird, Rechnung?
  • Fühlen wir uns durch Projekte und tagesaktuelle Aufgaben mittlerweile stark überlastet?
  • Empfinden wir digitale Angebote als Bereicherung oder Belastung für unsere Arbeit?

Hören Sie öfter in Ihrem Arbeitsumfeld, dass bei Projekten der Alltag als Begründung für Zeitverzögerungen und nicht erreichte Ziele zitiert wird? Kennen Sie das? Wer das kennt, sieht, dass er im Grundverständnis seiner Arbeitswelt der Idee der Planbarkeit von linearen, berechenbaren Abläufen folgt.

Die Globalisierung, die enorm schnelle Zunahme von Wissen sowie die schnelle Veränderungsdynamik der Märkte und Kunden werden, aus meiner Sicht, das Gefühl der Belastung und Unplanbarkeit noch weiter steigern. Aus meiner Erfahrung mit Kunden, Start-ups und digitalen Konzernen ist es Zeit, die Arbeitskultur neu zu definieren um vom „Getriebenen“ wieder zum „Treiber“ zu werden. Der Begriff „Treiber“ in einer kollaborativen, netzhaften Arbeitswelt wird sich neu definieren müssen.

Macht und Zuständigkeit werden sich dem schnellen Umsetzen von kreativen Lösungen, die den Kunden zufrieden stellen, unterordnen müssen.

Das ist wohl das pointierteste Bild

„Was ich morgen tue, weiß ich nicht, aber ich bin dafür bereit und sicher, dass wir es lösen.“

 

Aus meiner Sicht stehen wir am Ende der Ära der linearen Arbeitswelt und Organisation. Aufgaben, die sich gut standardisieren lassen und heute oft als „Aufgaben der Linie“ definiert werden, werden zukünftig nicht nur weiter in Billiglohnländer verlagert werden, wo Synergien genutzt werden (Shared Service), sondern vor allem in hohem Maße automatisiert werden. Wie schnell haben die „Bot´s“ (Programme die Aufgaben automatisch abarbeiten) in den letzten 12 Monaten die Dienstleistungsbranche beeinflusst?!

In der Transformation unserer Arbeitswelt werden, aus meiner Sicht, Begriffe wie eine projekthafte, agile, sowie kollaborierende Arbeitskultur die Unternehmen und Mitarbeiter auf den richtigen Weg führen. Entlastet von der Routine der Linie, werden kurzfristige Aufgaben, die von Kunden kommen und Projekte zur Entwicklung der Organisation, bestimmend sein. In dieser Welt sind Shared Services, ob durch Menschen oder künstliche Intelligenz, sogar willkommen. Sie schaffen uns die Rahmenbedingungen, die wir benötigen, um unsere zukünftigen Aufgaben zu lösen.

Aufgaben, in denen der Mitarbeiter seinen Wert für das Unternehmen transparent einbringen kann.

Wird es ausreichend sein, für diese Transformation, die Skills der Mitarbeiter durch Schulungen zu erweitern? Ich denke, das wird zu kurz greifen. In einer projekthaften, kollaborativen Arbeitswelt wird sich die Verantwortung, die Macht, das Teilen von Informationen, das Setzen von Prioritäten, das Berichtswesen, die Arbeitsplatzgestaltung, usw. vollkommen neu darstellen müssen.

Unter Begriffen wie Agility, Intrapreneurship, Entrepreneurship sowie Accountability werden in vielen Organisationen heute Programme gestartet, deren Erfolg ich vor allem dann sehe, wenn ein klares Bild davon existiert, wie eine digitale Arbeitskultur in einer sich exponentiell entwickelnden Welt für Ihre Organisation aussieht und Sie mit der Transformation Ihrer Arbeitswelt proaktiv beginnen.

 

  • Wie sieht Ihre kollaborative und projekthafte Arbeitskultur in der Zukunft aus?
  • Was lassen Sie aus der Arbeitskultur der Linienorganisation zurück?
  • Wie nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit, in einer Transformation der Arbeitswelt, die Sie zum Game Changer macht?